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Die Grabentour auch

Wanderlust Rappel 01.03.2021
(Überarbeitet am 02.03.2026 )

Zum Sonntag galt es, den Landstrich zu wechseln. Mal über den Tellerrand gucken – das geht gerade wieder, denn die 15 km Beschränkung ist aufgehoben. Einstweilen jedenfalls. Also fuhren wir ins Freiberger Land, denn das ist uns weitgehend unbekannt. Startpunkt war der Parkplatz in Krummenhennersdorf (gleich links nach dem Ortseingang).

Wir liefen die Rundwanderung mit der Uhr und zunächst weiter durch das Dorf, um einen Blick auf die dort zu findende Kandlerkirche zu werfen. Alsdann verließen wir den Ort und folgten dem Biebersteiner Weg, der uns auf die Höhen führte. Nächstes Ziel war Gotthelffriedrichsgrund – eine knapp 100 Seelen fassende Siedlung, die wohl einen der längsten Ortsnamen Deutschlands trägt. Wir querten auch diese und schritten (mit einem Schlenker zum Ziegelteich) weiter nach Bieberstein. Dort warfen wir einen Blick auf Kirche, Schloss und Rittergut und liefen hinunter nach Reinsberg.

Aus dem Tal ging es gleich weiter hinauf zum hoch über der Bobritzsch gelegenen Schloss Reinsberg, das erst unlängst von der Gemeinde erworben wurde und der weiteren Sanierung harrt. Dort trifft man sogleich auf die sogenannte Grabentour, einen überaus beliebten Wanderweg, der durch das Bobritzschtal zurück nach Krummenhennersdorf führt.

Hervorzuheben ist der Umstand, dass dieser bergbauhistorische Weg entlang eines um 1845 errichteten Kunstgrabens führt, der dazumal das Aufschlagwasser zum Betreiben der Maschinen für den Bergbau transportierte. Zahlreiche Schautafeln, historische Tunnel und Mundlöcher geben Auskunft zum einstigen Geschehen. Zudem findet sich der Verweis auf den berühmten "Kroatenstein", der an Lorenz von Schönberg (welcher bei der Eroberung des Schlosses Reinsberg, im Jahre 1632 durch die Österreicher, den Tod fand) erinnert.

Kurzum: Es war ein erbauliches Spazieren in der Fremde. Und wenn es interessiert: Die detaillierte Runde findet sich hier.


PS: Bei der Anfahrt wurde ich von einem gehässigen Konstrukt, das aussah wie ein Hybrid aus Glascontainer und Streusandkiste, geblitzt. In Krummenhennersdorf bin ich in einen großen, geschickt im Laub versteckten Hundehaufen getreten. Und bei der Rast (zwischen Gotthelffriedrichsgrund und Bieberstein liegt ein netter Rastplatz) warf ich versehentlich meinen Bohnenkaffee um.

Ansonsten gab es keine besonderen Vorkommnisse.

Abgelegt in:

  • Wanderlust

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Guten Tag. Rappelsnut war einmal ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer alten Stadt an der Elbe und schreibt hier weiter über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls.

Wer mitliest, ist herzlich willkommen.

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