Einmal hin und wieder zurück
Eine Party war angedacht, ein fröhliches Jubiläum mit Speis und Trank und Tanz wohl auch. Und noch einmal nach dem Winter schauen, der dem Baltischen Meer (dem Vernehmen nach) ordentlich zugesetzt hat. Lichtbilder erstellen – bei Möwengeschrei und Meeresrauschen in den Ohren, den Eiszauber festhalten, sehr oft hat man das ja nicht. So war das zumindest gedacht, für das vergangene Wochenende im Februar.
Statt dessen: Keine Party und auch keine eisigen Formationen, dafür Krankheit und Trauer und am Ende ging alles ganz schnell. Die Menschen kamen trotzdem zusammen (alle sind gekommen), sprachen über das, was besprochen werden musste und ansonsten nur Gutes. Es muss schließlich weitergehen, Dieses und Jenes war ohnehin so gewollt, dazu Akzeptanz und zustimmendes Nicken im Raum, und natürlich viel Trost.
Der Krebs ist ein Arschloch.
Und sonst so? Der malerische, weil eisige Winter war natürlich Vergangenheit – wir kamen zwei Tage zu spät. Spazierten stattdessen im nebelfeuchten Immergrau, die Ostsee, der Alte Strom und die Molen, kein Eis und kein Schnee, statt dessen Niesel und der Wind aus dem Westen und all die anderen auch, die auf den Frühling hoffen. Immerhin: Der niedrige Wasserstand, das Meer so leer wie lange nicht, Sie haben bestimmt davon gehört, das haben wir so gesehen.
So war das alles, in diesen vergangenen zwei Tagen in der alten Heimat. Und alles ist, wie es ist – seit Menschengedenken.