Frisch gepresst: Drei neue Veröffentlichungen

Zum Wochenende gibt es ordentlich auf die Ohren: Dreimal frisch Gepresstes, drei Neuveröffentlichungen – von drei Bands, die ich über die Jahre hier schon erwähnt und im Auge behalten habe. Ich lobe sie alle und fasse mich kurz.

MetzgerButcher - Glücklich sein

Das sympathische deutsche Electro-Indie-Post-Punk-Rock-Duo MetzgerButcher hat eine neue Single herausgegeben, zu der es auch bewegte Bilder gibt.

Die Spitz - Something To Consume

Mit Something To Consume (12. September 2025, 11 Titel in 34 Min) legen Die Spitz ihr neues Album vor – und es ist ein wilder Ritt zwischen Grunge, Punk, Hardcore und Alternative Rock. Produziert von Will Yip und erschienen bei Third Man Records, zeigt das Damen-Quartett aus Austin eine kompromisslose Mischung aus Energie, Wut und hypnotischer Atmosphäre.

Bereits die Vorab-Singles ließen erahnen, wohin die Reise geht: knallharte Riffs, aggressive Vocals und Texte, die sich mit Konsum, Identität und Abhängigkeit auseinandersetzen.

Die Kritiken überschlagen sich erwartungsgemäß und sind des Lobes voll für ein Album, das gleichermaßen kathartisch wie chaotisch wirkt. Something to Consume beweist, dass Die Spitz nicht nur live ein Ereignis sind, sondern auch auf Platte eine eigene, furchtlose Sprache gefunden haben.

Fazit: Ein starkes, ungestümes Werk, das den Underground-Spirit von Punk mit der Wucht von Grunge und Metal vereint – roh, ehrlich und unbedingt hörenswert.

Teenage Bottlerocket - Ready To Roll

Mit Ready To Roll (12. September 2025, 14 Titel bei 38 Min) melden sich Teenage Bottlerocket zurück – und bleiben dabei genau das, was ihre Fans an ihnen lieben: schnell, melodisch und voller Punk-Energie. Am 12. September 2025 über Pirates Press Records erschienen, bringt das Album den typischen TBR-Sound zurück ins Rampenlicht, aufgenommen im legendären Blasting Room.

Neben den gewohnten Pop-Punk-Krachern überraschen die Jungs diesmal mit kleinen Experimenten: Bassist Miguel Chen übernimmt erstmals den Lead-Gesang auf einigen Tracks und Songs wie She’s the Shit (als humorvolle, schnelle Eröffnung und Liebeserklärung zugleich, die Ramones lassen grüßen!) oder Post Mortem Depression (behandelt trotz schneller Gitarren ernstere Themen) stechen klar heraus. Somit zeigt die Platte, dass Teenage Bottlerocket trotz aller Leichtigkeit auch Tiefgang haben können.

Fazit: Ready To Roll ist kein radikaler Neuanfang, sondern eine Bestätigung – ein Album, das Spaß macht, Druck hat und die Punkrock-Seele wärmt. Ein Pflicht-Release für alle, die Pop-Punk lieben.

Wohlan!

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 04/03/2026