Interstellar – Anna Lapwood

Gestern Abend im Dresdner Kulturpalast: Die britische Organistin Anna Lapwood – ihres Zeichens die Palastorganistin 2025/26 der Dresdner Philharmonie – gastierte im Rahmen des Dresdner Orgelzyklus im großen Saal und begeisterte mit ihrem ungewöhnlichen und faszinierenden Programm.

Lapwood, bekannt für ihre moderne, zugängliche Art und ihre enorme stilistische Bandbreite, verbindet klassische Orgelwerke nahtlos mit epischer Filmmusik. Auf dem Programm standen unter anderem Hans Zimmers „Cornfield Chase“ aus Interstellar, Themen aus Fluch der Karibik sowie Menkens „The Bells of Notre Dame“ (irgend so ein gepuderter Heinz Bach wurde wohl auch angespielt). Dazu kamen Werke von Britten, Gigout und anderen Komponisten – allesamt bestens geeignet, die volle Klangpracht der neuen Konzertsaalorgel im Kulturpalast ausloten.

Filmmusik auf der Konzertorgel

Was dieses Konzert so besonders macht: Anna Lapwood versteht es, die "Königin der Instrumente" aus der Nische zu holen und ihr eine moderne, cineastische Bühne zu geben (jede und jeder im Publikum trug ein bunt leuchtendes LED-Armband). Ihr Auftritt dürfte nicht nur eingefleischte Klassikfans begeistern, sondern auch alle, die neugierig sind, wie vertraute Filmmusik auf einer großen Orgel wirkt.

Also. Wer irgendwann und irgendwo einmal die Gelegenheit hat: Das Hingehen lohnt sich. Der beinahe ausverkaufte Saal übte sich in Standing Ovations und auch wir beide (also die liebste Freundin von allen und ich) applaudierten begeistert und forderten Zugabe um Zugabe ein (sie wurden gewährt).

Faszinierend.

Dieser Artikel wurde aktualisiert am 02/03/2026