Rappelsnut

Wandern, Punkrock und der ganze Rest

Potato Skins – From Soil To Steel

Oi!-Punk lebt und ist brandaktuell. Ein feines Beispiel dafür ist das aktuelle Album From Soil To Steel von den Potato Skins.

Die Band aus Brighton liefert hier elf kurze, schnörkellose Songs, die sich klar am klassischen UK-Oi! der 80er orientieren. Treibende Gitarren, einfache, aber effektive Refrains und eine gute Portion Working-Class-Attitüde bestimmen den Sound. Die Stücke sind meist kaum länger als zwei bis drei Minuten (11 Titel in 26 Min) und allesamt so, wie der mensch den Oi! am liebsten hat: roh, schnell und mit ordentlich Mitsing-Potenzial.

Textlich bleibt das Ganze angenehm bodenständig. Songs wie „Oi! For The Unemployed“, „Work Sucks, Oi! Doesn’t“ oder „Lads, Not Lords“ stehen für die typischen Themen der Szene: Alltag, Frust über Arbeit und System, aber auch Zusammenhalt und Selbstironie. Ich notiere rauen, melodischen Streetpunk und diesen wunderbaren, augenzwinkerndem Humor dazu, und lobe alles laut (Bandcamp).

From Soil To Steel (erschienen am 8. August 2025) ist alles andere als ein Hochglanz-Release. Stattdessen bekommen wir ehrlichen UK-DIY-Oi! auf die Ohren, der nach verschwitzten Clubshows, Flugbier und gröhlenden Refrains klingt. Kurzum: Wer auf klassischen Oi!-Sound im Stil alter UK-Bands steht, sollte in dieses Album unbedingt reinhören.

Es ist kurz, laut und voller Energie – und bringt mich definitiv nach vorne.

Beatmusik


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