Skinhead - It's a Beautiful Day, What a Beautiful Day
Eigentlich wollte ich nicht unbedingt zeitnah einen weiteren Tipp in Sachen Beatmusik abgeben. Nach dem gestrigen Durchstöbern der Punknews-Reviews komme ich jedoch nicht umhin, das neue Skinhead-Album hier und heute zu benennen und lauthals zu loben – es ist schlicht genial und löppt hier pausenlos rauf und runter – so die Zeit es erlaubt!
Kurzum: Die noch gar nicht so alte Kapelle Skinhead (Kalifornien/ Neuengland) meldete sich in diesem Sommer zurück – und zwar nicht leise, sondern mit einem ordentlichen Knall. Am 20. Juni 2025 erschien ihr neuestes (und als Vinyl längst ausverkauftes) Album It’s a Beautiful Day, What a Beautiful Day über Closed Casket Activities. Der Titel verrät: Hier steckt jede Menge Ironie drin – und genauso viel rohe Energie.
Skinhead gibt es noch gar nicht so lange, und trotzdem hat sich die Band in der Punk- und Hardcore-Szene schon ordentlich Respekt erspielt. Es gibt leider nur sehr wenig Material über die Männer – an Fotos existieren nur die Alben-Cover und ich kann tatsächlich nicht sagen, ob es schon zu Live-Auftritten vor Publikum kam oder es sich bei Skinhead um ein reines Studio-Projekt handelt (Reddit meint ja zur Bühnenpräsenz, also wer Fakten hat – ab damit in die Kommentare). Okay, Josh Long steht als Sänger fest, der spielte wohl auch bei The Hated und The American Guard?
- 2022: Die selbstbetitelte Debüt-EP ballert in knapp acht Minuten vier Songs raus – schnell, dreckig, direkt.
- 2023: Das erste Album Everything Was Beautiful, and Nothing Hurt zeigt, dass die Jungs mehr können als nur Krach. Hier wird es schon atmosphärischer, emotionaler – ein echter Grundstein.
- 2025: Jetzt erschien It’s a Beautiful Day, What a Beautiful Day – als nächster logischer Schritt und definitv ihr bislang stärkstes Werk (9 Titel, 22 Min).
Die Band mischt Punk, Oi! und Hardcore zu einem Sound, der sich anfühlt wie ein Tritt in die Tür – nur um dich danach mit einer Melodie wieder aufzufangen. Kein Wunder: Die offenbar aus Boston und Kalifornien stammenden Musiker sollen vorher schon in Bands wie Criminal Instinct, Human Garbage, Terror, Rude Awakening und God’s Hate aktiv gewesen sein. Produziert hat Taylor Young (Twitching Tongues) im legendären The Pit Recording Studio. Klingt ordentlich fett? Das ist es auch (bandcamp).
Fazit
Skinhead sind keine Nostalgie-Band, sondern mitten im Hier und Jetzt. It’s a Beautiful Day, What a Beautiful Day ist roh, wütend, manchmal witzig und oft erstaunlich berührend. Perfekt für alle, die Bock haben auf Oi!-Punk und Emo-Hardcore mit Substanz.