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Sleaford Mods – The Demise Of Planet X

Beatmusik Rappel 21.01.2026
(Überarbeitet am 09.03.2026 )
Ich habe es schon im letzten Dezember erwähnt: Mit The Demise Of Planet X melden sich die Sleaford Mods einmal mehr als wütende Chronisten des britischen Alltags zurück. Das Album (13 Titel, 41 Minuten) ist am 16. Januar erschienen und knüpft inhaltlich wie klanglich an das an, wofür Jason Williamson und Andrew Fearn seit Jahren stehen: bissige Gesellschaftskritik, lakonischer Humor und ein Sound, der bewusst sperrig bleibt.
 
Textlich seziert Williamson den Zustand der Welt mit seinem typischen Sprechgesang – voller Zorn, Resignation und schwarzem Witz. Es geht wie gehabt um politische Frustration, soziale Ungleichheit, digitale Überforderung und den ganz normalen Wahnsinn des modernen Lebens. Musikalisch bleibt das Duo gewohnt minimalistisch, erlaubt sich aber stellenweise etwas mehr Variation und Atmosphäre als auf früheren Veröffentlichungen.

Pro: Das Album punktet mit starken, pointierten Texten und einer klaren Haltung. Die rohe Energie wirkt authentisch, nichts klingt glatt oder kalkuliert. Zudem sorgen kleine stilistische Öffnungen dafür, dass der Sound nicht komplett auf der Stelle tritt. Mir gefällt insbesondere die Mitwirkung der einen und der anderen Dame in den Songs – ich bin da hin und weg.

Contra: Wer mit dem Sleaford-Mods-Prinzip bislang nichts anfangen konnte, wird hier kaum bekehrt. Die monotone Grundstruktur und der durchgehend konfrontative Ton können auf Dauer ermüdend wirken. Außerdem bleibt das Album bewusst pessimistisch – Antworten oder Hoffnung liefert es kaum.

Fazit: The Demise Of Planet ist beileibe kein Wohlfühlalbum, sondern ein weiteres scharfes Statement von Sleaford Mods. Für Fans ein überzeugender neuer Eintrag in der Diskografie, für Neulinge eher eine Herausforderung – aber das gehört ja zum bewährten und meinerseits überaus geschätztem Konzept.

Ich bin begeistert. Und ihr solltet hineinhören!

Abgelegt in:

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Guten Tag. Rappelsnut war einmal ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer alten Stadt an der Elbe und schreibt hier weiter über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls.

Wer mitliest, ist herzlich willkommen.

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