Zwei Wochen in Bayern – Ein Urlaub in drei Etappen
Drei Regionen: Regensburg, Neuburg an der Donau und Ornbau
Es folgt ein kurzer Rückblick auf die vergangenen 14 Tage, die uns den lang ersehnten Urlaub gewährten und ins benachbarte Bundesland, sprich ins Bayerische führten. Deutschland-Urlaub ist in diesem Jahr angesagt, wie auch schon im Frühjahr von uns praktiziert und das ist auch gut so.

Regensburg
Tausendmal vorbeigefahren, tausendmal nicht ausgestiegen. Jetzt fuhren wir direkt dorthin, hatten ein Zimmer mit Frühstück gebucht (direkt in der Altstadt) und blieben vier ganze Tage.
Die Kilometer, die wir entlang der alten Fassaden spazierten, habe ich nicht gezählt. Es müssen etliche gewesen sein – schließlich kann Regensburg mit einer weitläufigen und sehr gut erhaltenen Altstadt aufwarten. Wir ermittelten jedwede Gasse und (beinahe) jedes Lokal, einen Espresso hier, das Eis dort und ein frisch Gezapftes auf der anderen Seite, hin über die Donau und zurück über den Fluss und überhaupt: die Steinerne Brücke, der Dom natürlich und die versteckt gelegene Maria Läng Kapelle – all das musste in Ruhe erlaufen und betrachtet werden.
Sie wissen um den Pilzkiosk Nummer 38? Wir jetzt auch, und das ist gut so.
Die Walhalla und die Befreiungshalle
Dazu kamen zwei Ausflüge in die nähere Umgebung: Zuerst waren da die malerisch gelegene Walhalla und die Burgruine bei Donaustauf, zum Zweiten die Befreiungshalle Kelheim mit dem Donaudurchbruch und dem Kloster Weltenburg. Die beiden Baudenkmäler imponierten uns sehr, ebenso wie die Weltenburger Enge (wir erfuhren diese mit dem Schiff). Einzig das berühmte Brauerei-Kloster konnte nur wenig bei uns punkten, mal abgesehen von seiner Lage an der Donau - die ist tatsächlich grandios!
Aber gut, es waren gute Tage in der Oberpfalz, die wir nicht missen möchten.
Neuburg an der Donau
Wir packten und fuhren weiter nach Neuburg an der Donau. Unterwegs stoppten wir und erkundeten die sehenswerte Holzbrücke Tatzlwurm in Essing im Altmühltal, die mit ihren 193 Metern Länge zu den längsten Holzbrücken in Europa zählt. Sie überspannt den Main-Donau-Kanal und dient überwiegend Fußgängern und Radfahrern, kann im Bedarfsfall aber auch mit Kraftfahrzeugen befahren werden.
Neuburg an der Donau ist heute eine 30 000 Einwohnerinnen zählende, ehemalige Residenzstadt - malerisch am Fluss gelegen. Man unterscheidet zwischen der Ober- und der Unterstadt, wobei die Obere Stadt die historische Altstadt meint. Also mit dem Renaissanceschloss, der Hofkirche und dem Karlsplatz. Kurz: Dort oben steht sehenswerter Bayerischer Barock en masse - man kommt nachhaltig ins Staunen ob dieser Pracht und Fülle.
Und auch hier galt es die Umgebung zu erkunden. Mit dem Rad haben wir zwei schöne Touren gemacht, erst Zu den Auerochsen bei Wellheim und Tags darauf Rund ums Donaumoos, wobei die erstgenannte sicherlich die interessantere Runde war. Was auch schön war: Der Zufall wollte es, dass wir in Neuburg Augenzeugen einer Trainingseinheit zum sogenannten Fischerstechen auf der Donau sein durften, ein köstlicher Spaß!
So weit, so gut. Nach vier Tagen packten wir neuerlich zusammen, luden die Räder auf den Hybriden und fuhren hinüber nach Mittelfranken. Unterwegs stoppten wir in der Altmühlstadt Eichstätt auf einen kurzen Stadtbummel (der Dom und der Heilige Willibald) und später an der Ruine der St.-Katharinen-Kapelle bei Hechlingen, zwei Orte, die jeder für sich die Stippvisite wert sind.

Ornbau – Das Tor zum Fränkischen Seenland
Ornbau hat etwas mehr als 1700 Einwohner und ist eine der kleinsten Städte Bayerns. Es gibt eine fast komplett erhaltene Stadtmauer aus dem 15. Jahrhundert, zwei Stadttore, die malerische Altmühlbrücke mit dem Heiligen Nepomuk und Bilderstock sowie den Diebsturm. Dazu kommt noch das Denkmal für den im Oktober 1789 in Triesdorf an Schwarzen Blattern verstorbenen französischen Bühnenschriftsteller Georg Franz Maréchal Marquis die Biévre, welches auf dem örtlichen Gottesacker zu finden ist.
Kurz gesagt: Ein wunderschöner, ruhiger Ort zum Runterkommen. Wir hatten (wie zuvor auch schon in Neuburg) eine gemütliche Ferienwohnung gebucht und planten am Abend den Ausflug für den kommenden Tag, ob nun als Radtour oder als Stadtvisite wie etwa den einzig verregneten Tag, den wir nutzten, um das nahe gelegene Rothenburg ob der Tauber endlich einmal in Augenschein zu nehmen.
Das lohnt natürlich, Sie wissen darum, die historische Altstadt, die Stadtmauer und das viele, noch erhaltene und schön herausgeputzte Fachwerk (Original Rothenburger Schneeballen inclusive).
Dazu kamen die Touren ins Fränkische Seenland: der Altmühlsee, der Brombachsee (der Wels!) und das weitläufige Wismet. Wir spazierten durch Gunzenhausen und die Minnesängerstadt Wolframs-Eschenbach - die vor allem ist jeden Besuch wert, die Prachtstraße ist ein Muss und im wahrsten Sinne des Wortes eine Pracht.
Resümee
So war das alles, in diesen 14 Tage im Oberbayerischen. Drei Regionen haben wir für jeweils einige Tage besucht und jede für sich ist einen Besuch wert.

Was schön war: die vielen Störche in Ornbau, die mit Leidenschaft auf dem Dachfirst standen und laut klapperten. Die gemütlichen Biergärten in Regensburg. Die Radtouren im flachen Land. Das viele Wasser. Die tollen Altstädte. Die vielen verschiedenen Biere der zahlreichen kleinen Brauereien. Und das perfekte Wetter, nicht zu heiß und nur einen Regentag.
Schön war es und wir kommen gerne wieder.
























