Einmal hin und wieder zurück

Gestern Abend wurde der Anradel-Beschluss verkündet und heute wurde er in die Tat umgesetzt. Ziemlich spät, möchte man meinen, und also schiebe ich die Gesundheit vor, um die es zur Zeit nicht zum Besten steht, und dazu die immer noch etwas niedrigen Temperaturen. Der mensch möchte nicht dick eingemummelt auf dem Rad sitzen, mein Verständniss vom Genussradeln ist da wohl doch ein anderes. Aber gut, heute ging das jedenfalls los.
Also mit dem Besen die Spinnweben vom Fahrzeug kehren, den Putzteufel mimen, Luft tanken und die Ölkanne ansetzen – That’s it! Und los ging es, wohlfeil an der Elbe pedalieren – immer schön am Fluss entlang – die Sonne kam heraus und das war mir gerade recht. Ich fuhr wie immer zu diesem Anlass zum "Hermann" nach Rathen, rechtselbisch über Stadt Wehlen und "bergauf“. Nix war los auf dem Elberadweg, nix in Wehlen und auch nicht in Rathen, menschenleer und einfach nur so lag das alles vor mir - die Landschaft wie gemalt und im schönsten Sonnenschein (komoot). Der "Hermann" hat schon geöffnet, die Damen arbeiten Hand in Hand und der Kesselgulasch, hausgemacht, war heute Pflichtprogramm.
Auf der Rückfahrt dann kurz auch verweilen, den Vöglein lauschen (Blaumeise, Kohlmeise, Amsel, Mönchsgrasmücke und Zilpzalp) und dem Raddampfer zusehen, der sich flussaufwärts kämpft. Apropos: Haben Sie schon gehört, dass die Tschechen nun doch wieder eine Staustufe wollen? Die geben einfach keine Ruhe. Doch abgesehen davon:
Ich war das erste Mal in diesem Jahr schmerzfrei unterwegs. Das ist doch auch einmal schön.