Rappelsnut

Wandern, Punkrock & der ganze Rest

Mal eben schnell zum Zeisig

Am dienstfreien Dienstag galt es einige Termine abzuarbeiten. Als ich mich danach und zuletzt ins Bruderland begab und Benzin kaufte fuhr ich auf dem Rückweg, gleich kurz nach der Grenze und um das Angenehme mit dem Nützlichen zu verbinden, links ran, parkte im Dorf und lief dann rechts in den Wald, um mit vier Jahren Abstand einmal mehr den Zeisigstein in Augenschein zu nehmen.

Die Route

Der Start also in Hellendorf. Über den Kleppisch und die Birkenallee lief ich aus dem Ort hinaus, alte Hallen und Baracken, zum Teil noch in Nutzung, säumten den Weg. Dann links die alte Ferienanlage, in der kein Hund begraben sein möchte, und rechts der Siegfried-Rädel-Gedenkstein, dahinter das Buschbach-Rückhaltebecken, ein ehemaliges FDJ-Objekt. Das alles dort erinnert auf unangenehme Weise an ein finsteres Land, das ich so nicht zurückhaben möchte. Nun ja. Ich beschleunigte den Schritt und ließ das hinter mir.

zeisigstein Auf dem Zeisigstein

Der Weg führt stetig bergan und bald darauf links in den Busch hinein. Alsbald steht man dann vor dem Zeisigstein (auch Zeisig, 550,7 m) und kann mittels Eisentreppe den Aussichtspunkt auf dem höchsten Felsen des zerklüfteten Gipfels erklimmen.

Dort oben: weit und breit kein Mensch, absolute Windstille und ringsum Totenstille. Der Ausblick gen Osten ist nett und lohnenswert, im Westen ist alles zugewachsen. Aber es gibt ein Gipfelbuch, in welchem man sich eintragen kann.

Hernach lief ich noch ein gutes Stückchen durch den Wald, folgte im Bogen den dort zahlreichen Forstwegen und kam letztlich wieder zur oben genannten Ferienanlage hinunter. Bis zum Parkplatz in Hellendorf war es dann nicht mehr weit (komoot).

Bemerkenswert: Abseits des Dorfes und mitten im Busch: die Ruhe. Ich hörte die Weidenmeise und den Eichelhäher, sonst leider nichts. Viele Pilze, vor allem die Fliegenpilze stehen wie gemalt, alles andere leider nass, Matsche und verschimmelt. Aber für anderthalb Stunden im Busch, wenigstens das!

osterzgebirge, wanderlust


⬅ Vorheriger Beitrag
Spaziergang nach Syrakus

Nächster Beitrag ➡
Red London – Keeping It Real