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Muttchens Weißer Traum

Reiselust Rappel 14.03.2023
(Überarbeitet am 02.03.2026 )

Wismar, die alte Hansestadt, Janmaat erinnert sich, in den 80er Jahren in diesem Land, das es nicht mehr gibt. Eine längere Werftzeit, später eine kurze Liegezeit, auf den ollen Schiffen, die bereits Ende der 60er vom Stapel liefen. Nach dem Dienst wurde meist eingekehrt, die Altstadt (auch Bermuda-Dreieck) lag ja nahebei. Erste Station zumeist: die HO Milchbar, gleich am Markt, eine Querstraße weiter. Muttchens Weißer Traum war legendär und ein Muss für die Menschen der Christlichen Seefahrt.

Das vergangene Wochenende führte mich an die See und nach Wismar und ja, auch in diesen Tagen kann man dort das legendäre Getränk noch ordern und in maritim geprägten Erinnerungen schwelgen. Zwar nicht mehr am Original-Schauplatz, die berühmte Milchbar ist längst Vergangenheit, aber wenige Hausnummern weiter findet sich ein kleines Eiscafé. Der stets gut gelaunte Werner serviert dort den Weißen Traum nach altem Rezept. Mit einem feinen Unterschied: das dazumal verwendete Vanille-Aroma ist heute der echten Vanille gewichen. Wir waren begeistert, nickten wissend und nippten am Trinkhalm. Der Werner freute sich. Und wir freuten uns auch.

Anbei ist das Rezept notiert, für den Fall, das jemand neugierig geworden ist (es wird gemunkelt, dass statt der angegebenen 2 cl dazumal 4 cl verwendet wurden, was ich jedoch weder bestätigen noch verneinen kann).

Muttchens Weißer Traum

Man gebe in einen Shaker:

  • eine Kugel Vanilleeis
  • 2 cl Korn
  • 2 cl Zitronenlikör
  • 2 cl Goldbrand Weinbrand
  • 120 ml Milch

Alles gut mixen und sofort servieren. Zum Wohle!


Und sonst so?

Mit dem IC hin und zurück. Die alte Heimat und die Menschen am Baltischen Meer. Für ein verlängertes Wochenende, immerhin. Die Heringstage in Wismar, der letzte Besuch dort lag 15 Jahre zurück.

Was auch schön war: Die Seeluft. Und die Kraniche. In großen Gruppen auf den Wiesen und Feldern. Die ersten Störche wurden auch schon gesichtet.

Nicht so schön: die eisige Kälte. Was die gefühlte Temperatur meint. Ich habe den ganzen Winter nicht so gefroren wie an diesen letzten drei Tagen dort oben.

Abgelegt in:

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Guten Tag. Rappelsnut war einmal ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer alten Stadt an der Elbe und schreibt hier weiter über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls.

Wer mitliest, ist herzlich willkommen.

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