Samstag und Sonntag
So ein klassisches freies Wochenende habe ich selten, und wenn doch, dann ist es meist mit größeren Unternehmungen verbunden. Jetzt war das einmal anders, ganz ohne Dienst und geplante Ausflüge, einfach nur zwei freie Tage zum Chillen. Ein Anlass zum Tagebuchbloggen.
Der Samstag
Ausschlafen, sie ging zum Bäcker (kommt selten vor), ausgedehntes Frühstück. Dann Wocheneinkauf im Großmarkt (Kollegen Inge in der Gemüseabteilung getroffen) und im Anschluss ein Päuschen (das Geschleppe!) auf Balkonien, 20 Minuten lang Sonne im Gesicht. Dann das Abendessen vorbereiten. Also ein Hähnchen zerlegen und für einige Stunden marinieren.
Im Anschluss traten wir ein wenig in die Pedale. Auf dem Elberadweg Richtung Dresden, ganz entspannt und mit sächsischer Gemütlichkeit. An der Radelbar (gegenüber Pillnitz) wurde verweilt. Ein gutes Böhmisches: "Zwei Buddies bitte!" (Budějovický Budvar), schweinerne Wurst und Sonne satt. Angenehmes Plaudern und nette Menschen im Garten verteilt. Der Wirt ist ein Witzbold. Und die Feststellung, dass wir in 2025 nicht ein einziges Mal vor Ort waren! Das ist (beinahe schon) unverzeihlich.
Wieder im Hauptquartier dann eine Stunde Pause, im Anschluss erfolgte die Zubereitung des Abendessens. MAROKKANISCHE HÄHNCHEN-TAJINE MIT RAS EL HANOUT war angedacht und ja, es gelang im Fazit vorzüglich. Als Clou gaben wir dem Ganzen noch eine halbe Salzzitrone mit in den Römertopf (nur zum Köcheln, nicht mitessen!) und servierten das Abendmahl mit Couscous.
Zur späten Stunde dann die Heute-Show nachgucken und eine Folge Mystery Road (löppt derzeit auf arte).
Der Sonntag
Sie war zum frühzeitigen Landfrauen-Frühstück verabredet.
Für mich hieß das ausschlafen und danach die kurze und ausgedehnte Morgenlektüre in den Kissen (etwa so). Guck an, die Nachtkritik war schon online und lobte das, was der mensch so auf Arbeit macht. Ist ja auch nett, einmal überregional davon zu lesen, nicht wahr?
Es folgte das Frühstück und ein wenig Budenschwung.
Ein wenig Budenschwung stand unter ihrer Regie (das Landfrauen-Frühstück war inzwischen beendet) und erweiterte sich erwartungsgemäß zur Großbaustelle – nur mit Mühe gelang es mir, Ordnung in die spontan eröffneten Projekte zu bringen (Himmelarschundzwirn!). Unterm Strich waren dann drei Fahrräder fahrbereit, die riesige Schuh-Truhe mit Schuhen nur noch zur Hälfte gefüllt und am Gartenzaun fanden sich die zahlreichen Dinge ein, die zum Verschenken vorgesehen waren, also Bücher, Taschen etc..
Zum späten Mittagsmahl der Rest vom HÄHNCHEN-TAJINE, das passte sehr gut. Hernach fiel ich für eine halbe Stunde in Ohnmacht (der mensch ist über 60, der darf das).
Viel wurde dann nicht mehr, an diesem restlichen Sonntag. Ich hörte eine noie Platte nach, bemerkte, dass mich Ted Lasso nach wie vor nicht interessiert und wechselte hernach von der Winter- auf die Frühjahrsgarderobe (statt Kolani ab morgen wieder Bomberjacke, schwarzes T-Shirt und Jeans stabil wie an den anderen 365 Tagen im Jahr). Außerdem interessant: die Artemis II Mission.
Zum späten Nachmittag der Bohnenkaffee, rabenschwarz. Alle schauten hoffnungsvoll auf Ungarn. Danach Ballauf und Schenk. Und den Wecker stellen. Denn Punkt fünf ist die Nacht vorbei …