Rappelsnut

Wandern, Punkrock und der ganze Rest

Wüster Teich und Kahleberg

Einmal mehr zog es mich gestern hinauf in das vielfältige Wegenetz des Kahlebergs. Nur zu gern folgte ich den langgezogenen, offenen Schneisen, auf denen immerhin, ganz im Gegensatz zum Elbtal, ein laues Lüftchen wehte – gerade recht zum Geradeaus-Marschieren. Von daher lobt der mensch diese Sommerfrische – ganz oben auf dem Kamm.

Ebbe im Wüsten Teich

Anbei die Route: Startpunkt war der Wanderparkplatz an der Rehefelder Straße. Zuerst galt es der Schneise 31 zu folgen, bis rechts der K-Flügel abzweigt. Ich passierte (erstmals!) die Biathlon-Arena, sah den Athleten beim Training zu und wechselte dann auf die Schneise 28. Der Gabelweg brachte mich dann zum Wüsten Teich. Und ich staunte nicht schlecht: Denn der ist aktuell trockengelegt, von Mai bis Oktober laufen dort Sanierungsarbeiten.

So weit, so gut, von mir aus gerne und die Sonne knallte. Über den Damm des Teiches kam ich hinüber zum Biersteig, wechselte dann auf den I-Flügel und stand alsbald (was eine kurze und heftige Bergwertung meint) auf dem Gipfel des Kahlebergs, also explizit am Fenster der Baude und bestellte mit brüchiger Stimme ein Bier.

Zwei Bier und eine Knobiwurst später war der mensch erfrischt und stieg mit einem kräftigen Jodler den Berg hinunter zum feuerwehrroten Boliden, der schon kräftig mit den Hufen scharrte - immerhin hatte es derweil auch an die 30 Grad dort oben und es galt noch Kraftstoff zu tanken.

Ich habe gesehen: viele Schmetterlinge (Kaisermantel, Trauermantel, Schillerfalter, Tagpfauenauge, Kleiner Fuchs, Admiral, Ochsenauge), auf dem Kamm gibt es deutlich mehr zu sehen als im braun-blau versifften Elbtal. Gehört habe ich nicht viel, nur die Tannenmeise und der Fitis (auch Fitislaubsänger, musste gleich gegoogelt werden) wurden verzeichnet. Die Route liegt wie gehabt bei komoot.

sommer, osterzgebirge, wanderlust


⬅ Vorheriger Beitrag
Noch einmal Görliwood