Zur Wolfgang-Marschner-Bank
Nein, so oft haben wir zwei hier nicht die Gelegenheit, zusammen in die Natur zu entfleuchen. Von daher ist es immer noch ein besonderes Erlebnis, das der mensch zu genießen weiß. Der gestrige Sonntag bot die Gelegenheit für ein solches.
Wir fuhren gen Norden, explizit nach Seeligstadt. Das liegt an der Massenei, einem größeren Waldstück in der Westlausitz/ im Stolpener Land, welches ich vor gut vier Jahren schon einmal ansatzweise erlaufen habe. Uns war schlicht nach diesem "GeradeausdurchdenWaldlaufen", auslaufen, durch den Forst marschieren – nennen Sie es, wie sie wollen. In der Massenei geht das gut, der Wald ist ein Wirtschaftswald und in Planquadrate aufgeteilt, es gibt viele Schneisen und rechte Winkel.
An der Kirche/ Feuerwehr findet sich ein Parkplatz. Wir spazierten zunächst auf dem Röderweg (die Schwarze Röder) durch das Dorf bis zur Bahnstrecke und weiter am Waldrand Richtung Großhartha. Am Großen Röderteich schwenkten wir links in den Busch hinein, wechselten dann auf den E-Flügel und später auf den D-Flügel. Der Einsweg brachte uns letztlich wieder in das Dorf hinunter (komoot).
Gerastet haben wir auf der Wolfgang-Marschner-Bank, einem Aussichtspunkt am Waldrand mit schönem Blick auf Seeligstadt und die Gipfel am Horizont. Der Ruhepunkt ist dem Herrn Wolfgang Marschner aus Fischbach gewidmet, der sich vor Jahren mit großem Engagement um die Wanderwege in der Massenei und Umgebung kümmerte. Unweit dieser Stelle findet sich zudem ein Gedenkstein für Christian Leberecht Heinrici, der von 1791 bis 1805 der letzte Oberförster der Massenei in Seeligstadt war. Zudem verweisen diverse alte Grenzsteine am Wegesrand auf den Grenzverlauf zwischen der Mark Meissen und der Oberlausitz. Man muss diese Dinge zur Kenntnis nehmen, wenn man schon einmal vor Ort ist.
Wir haben gehört: das Rotkehlchen, den Buntspecht, den Buchfink, diverse Meisen und natürlich die Singdrossel. Gesehen haben wir den Milan, die Elster, den Eichelhäher, den Buntspecht, einige Schafe, Kühe und Ziegen und drei Trilex-Züge.