Die Stunde der Wintervögel
Jedes Jahr im Januar ruft der NABU gemeinsam mit dem LBV zur Aktion „Stunde der Wintervögel“ auf – der größten Vogelzählung im deutschsprachigen Raum. Mitmachen kann jede und jeder, ganz ohne Vorkenntnisse.
Die Idee ist einfach:
Man nimmt sich eine Stunde Zeit, beobachtet die Vögel im eigenen Garten, auf dem Balkon, am Fenster oder im Park und notiert, welche Arten man sieht und wie viele gleichzeitig. Gezählt wird also nicht jede einzelne Sichtung, sondern die höchste Anzahl pro Art zur gleichen Zeit.
Warum das Ganze?
Die gemeldeten Daten helfen, die Bestandsentwicklung häufiger Vogelarten wie Meisen, Spatzen, Amseln oder Finken zu verfolgen. So können Fachleute erkennen, ob bestimmte Arten seltener werden, zunehmen oder sich regional verschieben. Das ist wichtig, um Veränderungen durch Klimawandel, Nahrungsmangel oder Lebensraumverlust besser zu verstehen. Die Teilnahme ist kostenlos und unkompliziert. Alle Beobachtungen können anschließend online oder per App gemeldet werden. Auch Familien, Schulklassen und Kindergruppen beteiligen sich – für sie gibt es zusätzlich die „Schulstunde der Wintervögel“ mit extra Materialien.
Die Aktion zeigt:Man muss nicht in irgendein Naturschutzgebiet fahren, um spannende Natur zu erleben. Oft reicht ein aufmerksamer Blick aus dem Fenster, um zu entdecken, wie lebendig der garstige Winter eigentlich ist.
Wir etwa schauen aus dem Küchenfenster auf unser Vogelhäuschen an eben diesem Fenster. Seitdem das dort hängt, haben die Meisen am Schlossberg ausgesorgt. Über die Monate sind sie zu kugelrunden, sehr gut genährten Federbällen herangewachsen, die auch bei den aktuellen Temperaturen gut im Futter stehen (und übermütig, wie sie so sind, an die Scheibe klopfen, wenn der Napf leer ist).
Von daher: Wir sind dabei und zählen am Samstag.