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Häntzschelstiege und Carolafelsen

Wanderlust Rappel 12.04.2014
(Überarbeitet am 02.03.2026 )

Es ist schon ein gutes Weilchen her, dass der mensch die Häntzschelstiege gegangen ist - genau genommen knappe neun Jahre (Mai 2005). Von daher war es an der Zeit, neuerlich hinaufzusteigen und zu schauen, ob der Mann denn noch hindurch passt - durch den wahrlich engen Spalt. Und um es gleich zu sagen: der Aufstieg verlief ohne jedwede Probleme - da geht also noch was.

Gestartet bin ich wieder im Kirnitzschtal, diesmal jedoch am Beuthenfall (vier Euro Parkgebühr!). Kurz nach der Brücke verschwand ich rechts im Wald und lief über den Wurzelweg und durch finsteren Tann direkt hinauf zum Fuße des Bloßstocks. Von dort ist es nicht mehr weit bis zum Einstieg in die Häntzschelstiege, nach kurzer Atempause ging es dann hurtig hinauf. Ganz kurz zur Stiege selbst: angelegt wurde sie in den 1960er Jahren von Rudolf Häntzschel aus Sebnitz. Sie darf nur im Aufstieg begangen werden, Gegenverkehr ist nicht möglich. Man sollte schon ein wenig geübt sein, da doch einige Höhenmeter auf senkrechten Leitern und diversen Klammern zu überwinden sind. Der Weg ist oftmals seilversichert, führt aber auch über ausgesetzte Stellen hinweg - Trittsicherheit tut also not. Eine Klettersteigausrüstung ist nicht notwendig, kann jedoch bei Unsicherheit von Nutzen sein - das muss jeder für sich entscheiden.

Nach Überwindung der ersten Streckenhälfte langt man auf der Oberen Affensteinpromenade an. Hier bieten sich schöne Rastplätze mit tollen Ausblicken an, um einen Moment zu verweilen. Es folgt der zweite Teil der Häntzschelstiege - im dunklen, engen Spalt geht es nun senkrecht über Eisenklammern und Leitern hinauf, um alsbald am Ausstieg an der Spitze des Langen Horns anzulangen. Die Mühe wird mit prächtigem Ausblick belohnt, und spätestens jetzt sollte die Zeit für eine ausgiebige Rast sein - das Riff bietet so einige romantische Plätze dafür.

Vom Langen Horn ist es nicht mehr allzu weit bis zum Carolafelsen, der schnell erklommen ist und ebenfalls mit schöner Rundumsicht auf die umliegenden Felsen aufwartet. Der mensch hielt sich hier nicht lange auf (er war im Herbst erst dort), stieg alsbald ab und lief entlang der Zerborstenen Türme weiter Richtung Schrammsteine.

Nächster Höhepunkt meiner Runde war das Kleine Prebischtor (wir wissen: es gibt davon noch eines bei Oelsen) und der dortige Ausblick in den Felskessel des Kleinen Doms, in den ich dann auf steilem Weg hinabstieg. Vom Talboden (Sandloch benannt) ging es dann über den bald erreichten Zeughausweg, die Untere Affensteinpromenade und den Dietrichsgrund wieder zum Ausgangsort, dem Beuthenfall im Kirnitzschtal, zurück.

Diese sehr attraktive Wanderung ist im Ganzen knappe zehn Kilometer lang. Ich habe mir Zeit gelassen und drei Stunden und fünfzehn Minuten für diese kurzweilige, sehr schöne Runde benötigt.

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Guten Tag. Rappelsnut war einmal ein reich bebildertes Tagebuch im Netz. Der Autor lebt in Pirna, einer alten Stadt an der Elbe und schreibt hier weiter über das, was schön war. Oder immer noch schön ist. Zumeist jedenfalls.

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