Two Fingers Up: Riot
Lauter, schneller Punkrock für die Desillusionierten und Rebellischen. Two Fingers Up: Energie pur und keine Entschuldigungen …
Belgien ist längst kein weißer Fleck mehr auf der Punklandkarte – das zeigen Acts wie Funeral Dress, This Means War oder The Priceduifkes seit Jahren. Jetzt meldet sich eine neue Band zu Wort, die das Genre mit frischem Elan und stabiler Haltung füttert: Two Fingers Up.
Die Band besteht aus ehemaligen Mitgliedern eben jener Szenegrößen (plus einem jungen Hitzkopf von Killed By Hippies) und bringt mit ihrer ersten EP „Riot“ vier Tracks voller Energie, Wut und Spielfreude heraus. Dabei ist der Bandname Programm: „Zwei Finger hoch“ – das internationale Zeichen für Widerstand, aber auch für Frieden. Eine Doppeldeutigkeit, die den Sound und die Botschaft der Band perfekt zusammenfasst.
Musikalisch bewegen sich Two Fingers Up (reinhören geht via Bandcamp) zwischen Streetpunk, klassischem Punkrock und Hardcore-Einflüssen. Wer Bands wie Dropkick Murphys, Ignite oder Bad Religion mag, wird hier sofort heimisch. Die Songs sind schnell, die Gitarren dreckig, der Gesang rau, aber immer mit Melodie – so soll das und so muss das auch. Und nichts wirkt kalkuliert, alles klingt nach Schweiß, Bier und echten Emotionen. Die Band hat keine Lust, nostalgisch zu klingen – sie bringt den Punk ins Hier und Jetzt.
In nur drei Monaten aufgenommen, liefert die EP „Riot“ vier Songs, die ordentlich nach vorne gehen. Jeder Song klingt ungeschliffen und kompromisslos, direkt und echt.
Dem Vernehmen nach ist auch das erste Album bereits eingespielt und soll im Januar erscheinen. So weit, so gut. Unterm Strich hat Belgien mit Two Fingers Up nun eine neue Stimme im Punk-Zirkus, die laut und wütend klingt – und verdammt gut ist.
Ich bleibe dran. (Tipp via)