Überfischt bis ins Erbgut
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Weil es gerade wieder um die Fangquoten ging. Und ich hier ab und an und in manchen Jahren über das Dorschangeln in der westlichen Ostsee schrob …
Große Fische, große Folgen
Der Dorsch ist nicht nur beinahe verschwunden (was jetzt vor allem die westliche Ostsee meint), der Dorsch wird auch kleiner. Also nicht nur im Bestand, sondern jetzt auch von Generation zu Generation. Die jahrzehntelange Überfischung hat die Evolution der Ostseefische verändert.
Forschende des GEOMAR in Kiel konnten nachweisen, dass sich durch den bevorzugten Fang großer Tiere kleinere, früher geschlechtsreife Dorsche genetisch zunehmend durchsetzen. Wir Menschen fischen also nicht nur den Bestand leer, sondern verändern mit unserem Handeln auch dessen Erbgut.
Evolution braucht Zeit
Trotz strenger Fangverbote (mit Ausnahmen bezüglich der Küstenfischerei) bleibt die erhoffte Erholung der Bestände bislang aus. Die Geschichte zeigt auf, dass der Mensch die Natur binnen weniger Jahrzehnte tiefgreifend verändert. Die bereits jetzt zu verzeichnenden Folgen rückgängig zu machen – so dies überhaupt möglich scheint – dürfte deutlich länger dauern.
Es wird nicht besser. Nirgendwo und überall.