Wetterzirkus bei Böhmisch-Zinnwald
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Getreu der Verordnung bemühe ich mich um täglich leichte Bewegung und absolviere eine Runde auf dem Rad oder mache einen (möglichst kurzweiligen) Spaziergang. Der gelegentliche Ortswechsel empfiehlt sich diesbezüglich, um nicht kirre zu werden – denn alltäglich grüßt das Murmeltier.
Ganz oben auf dem Kamm
Am gestrigen Sonntag nahmen uns gute Freunde mit hinauf zum Erzgebirgskamm und wir spazierten eine ergiebige Runde bei Böhmisch-Zinnwald (Cínovec). Dazu parkten wir gleich hinter der Grenze, liefen bergan gen Süden und oben weiter zum Golfplatz (Golfclub Teplice). Die Landstraße führte uns dann weiter nach Westen, bis wir rechts in den niedrigen, aber dichten Wald einbogen. Auf feuchten, zerfahrenen Wegen passierten wir eine Wildwiese, einen in den Jahre gekommenen Hochsitz und nahebei zwei Lockstellen für das Schwarzwild.
Landstraße bei Cínovec
Wieder zurück an der Landstraße ging es retour nach Cínovec, über die B170 hinüber und zuletzt hinunter zum Grenzübergang. Ein eigentliches Ziel gab es nicht – der Weg war das Ziel, das zügige Ausschreiten ganz oben auf dem Kamm und eine ordentliche Mütze voll Wind. Das eigentlich Interessante war das wilde Kapriolen schlagende Wetter: Regen, Graupel und Hagelschauer wechselten im steten Fünf-Minuten-Rhythmus, immer wieder unterbrochen von schlagartigem Sonnenschein bei kurzzeitig auf gerissenem Himmel. Sehr eindrucksvoll im Ganzen – der April ließ grüßen – und wir genossen die klare Luft und die Weitsicht zwischen den Schauern (komoot).
Zuletzt dann die Einkehr mit dem Üblichen, das frisch gezapfte Böhmische und der viereckige Käse – wat mutt, dat mutt.