Herbst an der Freiberger Mulde
Der heutige Sonntag bot zu meinem Erstaunen ein Zeitfenster für einen kleinen Ausflug zu Mutter Natur – wir nahmen es dankbar an und fuhren ins Osterzgebirge, explizit nach Freiberg. Der Parkplatz fand sich unweit des dortigen Krankenhauses und frohgemut gesellten sich ein Hund (also der närrische Hund, ein uns wohlbekannter Border Collie) und zwei seit Jahrzehnten befreundete Paare zu einer kleinen Runde im Nordosten der Silberstadt Freiberg.
Die Route in ihren Details
Der Tuttendorfer Weg brachte uns an die Stadtgrenze und der darauf anschließende Pfad (mit schönen Blicken auf das Freiberger Umland) inmitten der Hügel und Felder, bis zur Neuen Straße, die bereits im Muldental liegt. Wir liefen nun rechter Hand im Unteren Muldental immer entlang des Flusses zur Linken (rechts der Rote Graben), wobei der Fluss die Freiberger Mulde meint. Ein schöner Weg ist das, links das Wasser und rechts der Hang mit mindestens drei Stollenzugängen – das ganze Gebiet ist seit Jahrhunderten vom Bergbau gezeichnet und unterhöhlt wie ein Schweizer Käse.
Wir passierten die Ruine der alten, abgebrannten Pappenfabrik mit dem dazugehörigen Wehr und liefen weiter vor bis zur historischen, als Kulturdenkmal ausgewiesenen, nur noch zu Fuß und per Fahrrad zu passierenden Hammerbrücke und dann rechts hinauf (über den Hammerberg) zum Startpunkt in Freiberg zurück (komoot).
Was schön war
Das Wetter natürlich, ein wunderschöner Tag im frühen Herbst. Der Weg am Fluss und der freundliche Fliegenfischer, der gerade eine untermaßige Forelle zurücksetzte und ein ausgiebiges Fachsimpeln zum Thema Fliegenfischen auslöste. Die weiten Blicke über das uralte Bergbaugebiet. Keine Stechfliegen, keine Mücken. Überhaupt der über Stunden anhaltende Schwatz mit lieben Freunden. Und der stets gutgelaunte Hund.

