Ortrand, Kroppen und die Zochauer Heide
Am dienstfreien Pfingstmontag wurde geradelt. Bei Ortrand, nördlich von Dresden und also im Schraden, der für uns Neuland ist und unbedingt erkundet werden muss.
Zur Erläuterung: Der Schraden ist eine Landschaft an der sächsisch-brandenburgischen Grenze etwa 50 Kilometer nördlich der sächsischen Landeshauptstadt Dresden (Wikipedia). Wir sind ja immer interessiert an anderen Bildern und neuen Gegenden und also lag es nahe, sich vor Ort einmal umzuschauen. Hinter dem ehemaligen Kunstseidenwerk zu Ortrand fand sich ein Parkplatz, wir luden die Räder ab und starteten zu einer kleinen Runde, die uns im Fazit wohl gefallen hat.
Viel Regen im flachen Land
Von Ortrand fuhren wir zunächst ins nordöstlich gelegene Kroppen und waren dort ein wenig erstaunt ob der vielen Menschen, die sich um die an der Pulsnitz im Ortsteil Heinersdorf gelegene Korn- und Sägemühle tummelten – ah ja, es ist doch Mühlentag. Wir warfen einen kurzen Blick auf das Anwesen und fuhren alsbald weiter, denn das von Blasmusik begleitete Getümmel vor Ort behagte uns gar nicht. Aber gut … Nächstes Ziel war das langweilige Schlafdorf Naundorf und hernach der am Rand der Königsbrücker Heide gelegene Zochauer Heideturm. Dieser gehört zum Naturschutzgebiet Königsbrücker Heide, welches seit 1992 aus dem ehemaligen Militärgebiet und Truppenübungsplatz bei Königsbrück entstanden ist, und bietet einen schönen Blick auf das ausgedehnte Waldgebiet.
Wir traten, ob der unfreundlichen Witterung, weiter in die Pedale und radelten gen Ponickau. Dort galt es an der Dorfkirche (mit schönem Gottesacker) anzuschlagen und selbige einmal zu umrunden - zum Zwecke des Findens einer offenen Pforte. Dies ward leider nicht von Erfolg gekrönt und wir stiegen murrend in den Sattel. Die schlechte Laune verflog jedoch schnell, als sich wieder Erwarten endlich einmal die Sonne zeigte und wir rucki-zucki wieder am Startpunkt in Ortrand eintrafen (komoot).
Großkmehlen - die Kirche, das Schloss und das Steinkreuz
Es blieb noch Zeit für einen Abstecher – wenn man schon mal in der Gegend ist. Großkmehlen liegt dort nahebei. Eine gut eintausend Köpfe zählende Gemeinde, die mit dem Schloss Großkmehlen (ein Wasserschloss), dem dazugehörigen (mit ehrwürdigen, gewaltigen Bäumen punktenden) Schlosspark und der St. Georgs Kirche (mit Silbermann-Orgel, leider auch verschlossen) zum Besuch einlädt. Wir spazierten wohlfeil im Sonnenschein, stießen auf das Steinkreuz Großkmehlen, bestaunten die alten Mauern und Bäume zu ihrer Gänze und schwatzten klug zum Thema Schimmel und Schwamm ob der doch ein wenig angegriffenen Flanken des Wasser führenden Grabens.
So war das alles, an diesem Pfingstmontag im Jahre '25. Und es war gut so.