Froschkonzert und Spargel satt
Das Meißner Land muss wenigstens einmal im Jahr besucht werden – so will es das Gesetz. Wir erkundeten dazu heute das Wasserschloss Oberau, soweit das eben möglich war. Also bis zur leider geschlossenen Pforte.
Aber schön war das doch.

Das Wasserschloss
Es ist das älteste seiner Art in Sachsen, seine Ursprünge reichen bis ins 13. Jahrhundert zurück. Im 16. Jahrhundert wurde die mittelalterliche Burg unter der Adelsfamilie von Miltitz zu einem repräsentativen Renaissanceschloss ausgebaut. Nach der Wiedervereinigung stand das romantische Schloss lange leer und verfiel zunehmend. Seit den 1990er Jahren laufen schrittweise Sicherungs- und Restaurierungsmaßnahmen.
Dem Vernehmen nach gehört das Wasserschloss heute der Gemeinde Niederau. Die eigentliche Sanierungs- und Restaurierungsarbeit wird jedoch maßgeblich vom Förderverein Wasserschloss Oberau e.V. getragen. Der Verein organisiert Führungen, sammelt Spenden, entwickelt Nutzungskonzepte, beantragt Fördermittel und koordiniert viele konkrete Baumaßnahmen.
So weit, so gut. Wir schauten uns alles genau an, soweit das möglich war, und verweilten dann ein gutes Weilchen am Schlossteich, mit besten Blicken auf das Ensemble (und einem lautstarken Froschkonzert in den Ohren - die Lurche machten ordentlich auf dicke Backe). Und gingen dann ein Stück durch das Dorf – bis zum Steinkreuz zu Oberau. Auf dem Rückweg verweilten wir einen weiteren Moment an der Kirche und dem Gottesacker – das muss man auf dem Lande immer so machen. Allein, wir standen einmal mehr vor der verschlossenen Tür.
Nun, für das märchenhafte Schloss findet sich immerhin ein Veranstaltungskalender, einmal im Monat gibt es eine Führung und im Advent einen Markt, klein, lauschig und fein, so hoffen wir.
Denn wir werden wiederkommen.
Zum Ross
Einmal in der Gegend fuhren wir im Anschluss nach Diesbar hinunter. Denn Sie wissen darum: Am Johannistag endet die Spargelzeit und wir wollten es noch einmal wissen. Der Landgasthof ist diesbezüglich eine gute Adresse (die Spargelwochen, unbedingt reservieren) – wir waren hochzufrieden. Und danken Gevatter Baum für die Empfehlung.